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AutoIntell-Kompakttest   
von Manfred Bergmann

416-PS-Porsche mit Kleinwagen-Verbrauch

Neue Technologie „Plug-in-Hybrid“ macht´s möglich

Von: Manfred Bergmann

Das 110.000 Euro teure Luxusauto Porsche Panamera S mit neuer Plug-in-Hybridtechnologie verfügt über 416 PS Gesamtleistung von Verbrennungs- und Elektromotor, beschleunigt in 5,5 Sekunden auf Tempo 100 km/h, kann bis Tempo 135 km/h rein elektrisch fahren und erzielt auf dem Rollenprüfstand einen EU-Messzyklus-Verbrauch von 3,1 Litern auf 100 Kilometer. Das entspricht Kleinwagen-Verbrauchsniveau.

 

Porsche Plug-In-Hybrid Elektromotor

Das Hybridprinzip ist für Porsche nicht neu. Exakt vor 113 Jahren erfand es der geniale Ferdinand Porsche. Er baute mit dem Lohner-Porsche „Mixte“ auch das erste serienmäßige Hybridauto. 2010 starteten der Cayenne und der Panamera mit Hybridvarianten. Inzwischen liegen die Verkaufszahlen teils deutlich höher als bei den Wettbewerbern.

Porsche Plug-In-Hybrid Batterieladeanschluss

Die Porsche-Ingenieure haben die Hybridtechnologie weiter entwickelt zum Plug-in-Hybrid-Konzept mit Aufladung der Batterie auch an der Steckdose. „Plug in“ bedeutet einstecken. Die jetzt auf 95 PS gestiegene Leistung des Elektromotors und die gestiegene Batteriekapazität erhöhen die rein elektrische Reichweite auf 36 Kilometer. Auch kann der Elektromotor beim vollen Beschleunigen den 333-PS-Sechszylinder-Benziner noch kraftvoller unterstützen.

Porsche Plug-In-Hybrid Instrumententafel mit Energieflussanzeige

Der neue Panamera S E-Hybrid bietet unterschiedliche Fahrmodi. „E-Power“ steht für rein elektrisches Fahren, beispielsweise in Wohngebieten und Umweltzonen. Voraussetzung ist die vorherige maximal 3,8-stündige Aufladung der Batterie über Nacht in der heimischen Garage oder tagsüber am Arbeitsplatz. Im „Hybridbetrieb“, wählt der elektronische Hybridmanager automatisch zwischen elektrischem Antrieb, Fahren mit Elektro- und Verbrennungsmotor, Segeln, Energierückgewinnung wie beim Bremsen sowie Boosten, der elektrischen Unterstützung des Verbrennungsmotors zum starken Beschleunigen.

Im neuen Modus „E-Charge“ schaltet der hochintelligente Hybridmanager den Elektromotor auf Generatorfunktion, um stets im günstigsten Arbeitsbereich des Verbrennungsmotors zu agieren und um aus jedem Tropfen Kraftstoff mehr Energie zu gewinnen. Nützlich ist dieser Modus bei Autobahnfahrten, um die Hochvoltbatterie dabei zu laden und um später in der Stadt ohne lokale Emissionen fahren zu können. Im „Sport“-Modus steht die volle Leistung des Hybridantriebs zur Verfügung. Bei 80 Prozent Gaspedalstellung sorgen die Leistungen aus Verbrennungs- plus Elektromotor für den Porsche-typischen Fahrspaß.

Porsche Plug-In-Hybrid Batterie mit Kühlanschluss

Die neue Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie kann bei gleichem Volumen die fünffache elektrische Energiemenge der Nickel-Metallhydrid-Batterie des Vorgängermodells aufnehmen. Die Trennkupplung zwischen Verbrennungs- und Elektromotor arbeitet sehr feinfühlig, so dass an Bord das Zu- und Abschalten des Elektromotors nicht zu spüren sind. Der Dreiliter-Sechszylinder-Benzindirekteinspritzermotor wird von einem Kompressor aufgeladen. Die einzelnen oder vereinten Antriebskräfte überträgt eine Tiptronic S, eine optimierte Achtgangautomatik mit Doppelkupplungstechnologie, auf die Hinterräder.

Eine Porsche-Strategie lautet, den klassischen Verbrennungsmotor möglichst oft mit Drehzahlen nahe dem optimalen Wirkungsgrad zu betreiben. Daraus ergibt sich das Konzept der Drehzahlabsenkung nach dem Motto: „Jede eingesparte Umdrehung spart Kraftstoff“. Die Porsche-Ingenieure drücken diese Erkenntnis in der neuen Kenngröße „Umdrehungen pro Kilometer“, U/km, aus. Dadurch können Effizienzbausteine wie Start-Stopp-Automatik, Segeln im Leerlauf oder Segeln bei abgeschaltetem Verbrennungsmotor des E-Hybrid, anschaulich zeigen, welche Einsparungen sie im Einzelnen bringen.

Auf der so genannten Stuttgart-Runde von Porsche, einer 65 Kilometer langen alltagstypischen Strecke mit Stadtverkehr, Landstraßen und Autobahnen benötigte ein benzingetriebener Panamera S 1.432 Umdrehungen für einen Kilometer und verbrauchte 9,9 Liter pro 100 Kilometer. Dank Start-Stopp-Funktion sank der Wert um zwei Prozent auf 1.350 U/km. Mit Segeln stellten sich 1.239 U/km und ein vier Prozent geringerer Verbrauch ein.

Mit dem Panamera Plug-in-Hybrid wurden nur noch 318 U/km ermittelt. Gestattet ein Geschäftstermin auf der Strecke die Batterie nachzuladen, dreht die Kurbelwelle nur noch 123-mal, um einen Kilometer zurückzulegen. Der Verbrauch sinkt auf 1,7 Liter pro 100 Kilometer und nur noch 16 Prozent der Strecke läuft der Verbrennungsmotor. Dr.-Ing. Michael Steiner, Panamera-Entwicklungschef bei Porsche, stolz über die neue Plug-in-Technologie: „Neues bei Porsche heißt, mehr Porsche als vorher“.

Unter „Porsche-Innodrive“ entwickelt die Sportwagenschmiede neue Betriebs- und Fahrstrategien. Erweiterte Navigationsdaten kennen zukünftig Steigungen, Gefälle, Straßenkrümmungen und Kurvenradien. Beispielsweise kann auf einer Berganfahrt die elektrische Leistung des Boostens länger genutzt werden. Die Batterie wird zwar weiter als üblich entladen, jedoch weiß das System, dass hinter der Kuppe eine längere Bergabfahrt kommt. Hier kann die Batterie sozusagen kostenlos wieder aufgeladen werden. Der Verbrennungsmotor wird insgesamt entlastet und verbraucht weniger Kraftstoff.

Photos: Porsche

(25. Juni 2013)


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