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25. Oktober 2006

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Zurück in die Zukunft oder „Samba americano“

Aktuell zeigt das Electronics Research Laboratory (ERL) von Volkswagen in Palo Alto, Kalifornien, einen Blick in die Zukunft. Verpackt in einem guten Bekannten aus den 60er Jahren: dem Samba-Bus. Allerdings präsentiert sich dieser Bus, der noch auf dem ersten Transporter von 1950 basiert, nur äußerlich in seiner alten Form, die inneren Werte dieses Autos reichen weit in die Zukunft.


Photos: Volkswagen

Amerika und den Samba-Bus, oder auch "21 Window-Bus", wie er dort liebevoll genannt wird, verbindet eine besondere Beziehung. Einst prägte er eine ganz neue Generation von Amerikanern. Besonders in Kalifornien war dieser Bus das Symbol für die Motorisierung der jungen Amerikaner, ein Synonym für Freiheit und Freunde am Leben. Konventionen wurden gebrochen und die Leute genossen die Lust am Dasein.

Für sie war der Samba-Bus nicht einfach nur ein Auto, er war Teil der Familie. Ein Freund, der alles mitmachte. Er kam mit zum surfen, zeltete mit und war treuer Begleiter auf jedem Weg. Er war ein Auto, das man liebte und in dem man lebte.
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Dieses Lebensmotto transferiert ins neue Jahrtausend zeigt das ERL unter dem Motto „Hidden Technologies" einen „Samba-Bus", der erst auf den zweiten Blick zeigt, mit welcher Fülle an technischen Raffinessen er ausgestattet ist. Sieht er von außen auch so aus, als hätte er gerade erst die Ausstellung eines Volkswagen Händlers im Jahre 1964 verlassen, überrascht er vor allem im Innenraum mit einer Flut an Innovationen in Sachen Audio, Video, Sensorik, Navigation, Licht- und Solartechnik. Noch nie zuvor gab es so viele verschiedene Projekte vereint in einem einzigen Fahrzeug. Mehr als 15 innovative Ideen wurden in dem Bus mit dem Namen „Chameleon" umgesetzt.

 

Seit man in den 60ern mit dem VW Bus einen umweltbewussten Wagen in die Herzen geschlossen hatte, weil deutlich niedrigerer Kraftstoffverbrauch erreicht wurde, wird Umweltschutz gerade bei den Kaliforniern ganz groß geschrieben. Um diesen Anspruch zu untermauern, entschied man sich, den „Chameleon" ausschließlich mit einem Elektromotor zu betreiben.

Seine Energie erhält der Motor aus im Boden des Fahrzeuges verbauten zukunftsweisenden Lithium Polymer Batterien und den Solarzellen auf dem Dach.

Die alte Tachoeinheit wurde aus dem Armaturenbrett entfernt und durch ein hochmodernes digitales Rundinstrument ersetzt, welches die Aufgaben aller alten Anzeigen übernimmt. Weiterhin dient es als Kommandozentrale, mit der sich weitaus mehr Dinge anstellen lassen, als sich über Geschwindigkeit und Drehzahl zu informieren.

Das Infotainmentsystem dient der Online-Navigation mit detailgetreuer 3D - Darstellung, als MP3-Player mit Spracherkennung, als Einparkassistent, oder als Bildschirm für die Rückfahrkamera.

Neben den Heckleuchten und den Blinkern, erstrahlen beim „2006er Samba" auch die Frontscheinwerfer in moderner LED-Technik. Das heißt, es ist gelungen sowohl Abblend- als auch Fernlicht mit LED-Leuchten zu realisieren. Die Lampen sind nun heller, halten ein ganzes Autoleben und lassen sich durch ihre kleine Bauweise in nahezu jede erdenkliche Form bringen.

Auch an die Passagiere im Fond wurde gedacht. Hinter den vorderen Sitzen wurde eine Heimkino Anlage mit einem riesigen 80 Zoll Bildschirm installiert.

Durch die 21 Fenster war es im „Chameleon" eigentlich viel zu hell für ein Fernsehgerät. Gelöst wurde das Problem mit der Sony ChromaVue High Contrast Technik, die extra für helle Räume entwickelte wurde und extrem gute Kontraste bietet. Somit konnte für ein atemberaubendes Kinoerlebnis im Auto gesorgt werden.

Weiterhin bietet der „Chameleon" ein neues schlüsselloses Schließsystem an, bei dem die Handflächen gescannt werden. Das ist noch sicherer als das Abtasten von Fingerabdrücken und ermöglicht nebenbei eine Unterscheidung von Personen in folgende Gruppen:

1. Personen, die das Fahrzeug öffnen dürfen. 2. Personen, die das Fahrzeug bewegen dürfen und 3. Personen, die gar keinen Zutritt zum Wagen haben.

Dank der Weitwinkelkamera am Heck des Fahrzeuges gibt es beim Einparken keinen toten Winkel mehr. Zusätzlich kann zwischen vier verschiedenen Kameraeinstellungen gewählt werden. So ist sichergestellt, dass das historische Schmuckstück keine Kratzer bekommt.

Viele andere interessante Neuerungen, wie der beliebig programmierbare Sticker auf der hinteren Stoßstange runden das Bild ab. Dabei handelt es sich um eine hauchdünne hochflexible Folie, die wie ein Monitor in der Lage ist, Texte und Bilder darzustellen. Je nach Lust und Stimmung des Fahrers kann er so den nachfolgenden Fahrzeugen deutlich machen, wie er sich gerade fühlt, oder was er zu sagen hat. Zurück in die Zukunft eben, oder Samba americano.

(25. Okt. 2006)


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