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Fesch, flott, forsch, fortschrittlich

Kia Picanto geht in der dritten Generation an den Start


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 Von Manfred Bergmann

Die dritte Generation des Kia Picanto geht mit vielen Vorschusslorbeeren an den Start. Mit feschem Kostüm und flottem Interieur spricht er das Auge an. Forsch ist er unterwegs, weil ihn fortschrittliche Komfort- und Sicherheitsassistenten im Stadtgewühl, im engen Parkhaus, auf schneller Fahrt und in herausfordernden Kurven dazu befähigen.

 


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Handschrift von Peter Schreyer

Das Design des neuen Kia Picanto trägt mit hoher Fensterlinie und eigenständigem Markengesicht die Handschrift von Star-Designer Peter Schreyer. Der gebürtige Reichenhaller und weltweit anerkannte Designer und Künstler heimste bereits als VW- und Audi-Kostümschneider Auszeichnungen en masse ein. Zudem gehört er als einziger Nichtkoreaner dem Firmenpräsidium des Familienunternehmens Kia an.

Markant ist die Front mit breitem Kühlergrill, jetzt scharfkantigen Scheinwerfern sowie konturiertem Grill und ausgeprägten Lufteinlassöffnungen. Das jetzt steilere Heck kommt der Innenraumhöhe im Fond zugute. Die doppelten Radhaussicken, die wohlgeformten seitlichen Flächen sowie scharfgeschnittene Kanten und weiche Linien geben dem Kleinwagen ein adrettes Auftreten.

Der kürzere vordere Überhang streckt das Citycar trotz nicht veränderter Länge von 3,60 Metern. Designer, um bildhafte Vergleiche nie verlegen, sprechen bei der Kombination des Kia-typischen Kühlergrills mit integrierter Leuchteneinheit mit LED-Tagfahrlicht von einer „Tigernase“.

Im A-Segment, dem der Picanto zugeordnet wird, gibt es einen Trend zu fünf Türen. Der Picanto für den deutschen Markt hat sie ausschließlich. Breit ist das Angebot an frischen Außenfarben.

Entspannter reisen


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Um den Platz im Innenraum zu vergrößern, wuchs die Passagierraumhöhe nach oben und nach unten. Daraus resultiert unter anderem die einige Zentimeter niedrigere Einstiegsschwelle. Sie vergrößert den Bewegungsspielraum für Knie und Beine für Fahrer und Beifahrer. Das Kofferabteilvolumen ist um 55 auf 255 Liter gewachsen. Bei geklappter Rücksitzlehne können 1.010 Liter verstaut werden, 140 Liter mehr als zuvor.


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Auf allen fünf Plätzen können die Insassen ihre Kopfstützen in der Höhe verstellen und individuell der Körpergröße anpassen. Das ist im A-Segment nicht selbstverständlich. Auch auf längerer Fahrt sitzt es sich angenehm bequem. Die Neigung der Rückenlehne im Fond ist jetzt weniger steil. Exakt beträgt die Neigung 27 statt bisher 25 Grad; so dass die Passagiere nun entspannter reisen. In der Liste der Daten stellt sich der Picanto als Fünfsitzer vor. Realistisch betrachtet ist der mittlere Fondsitz ein Platz für die junge Generation. Ein flottes Innenraumdesign mit frischen Farben und eine kluge Gestaltung des Fahrer-Arbeitsplatzes tragen zum angenehmen Aufenthalt an Bord bei.

Presslufthammer und Diskothek


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Kia Picanto GT Line

Der 7-Zoll-Berührungsbildschirm des Navigationssystems, das es für die drei oberen Ausstattungsstufen Dream-Team, Spirit und GT Line optional gibt und in den Eingangsstufen Attract und Edition 7 nicht angeboten wird, ist sinnvoll hoch positioniert. Der Fahrer muss sich also nicht die Augen verrenken und auch nicht den Blick weit vom Verkehrsgeschehen abwenden. Ein Schönheitsfehler ist, dass sich die senkrecht angeordneten großen Lüftungsdüsen nicht schließen lassen. Allein die Richtung des Luftstroms können sie lenken. LED gibt es auch im Innenraum. Sie beleuchten den großen Spiegel in der Sonnenblende auf der Fahrerseite. Wenn Lidstrich und Moustache symmetrisch nicht gelungen sind, zeigt es der Spiegel unerbittlich an.

Neue Hightech-Elemente des Infotainments geben im Picanto ihr Debüt. Sie unterstützen Apple Car Play und Android Auto. Von der induktiven Ladestation bis zur Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Spracherkennung hält die Ausstattungsliste weitere Optionen aus höherklassigen Modellen bereit.

Mit den Messgrößen 39 Dezibel im Leerlauf und 68 Dezibel während der Fahrt beweisen die Kia-Ingenieure, dass effektiver denn je Wind-, Straßen- und Motorgeräusche gedämmt werden können. Für diejenigen, die schon längere Zeit nicht mehr in ihr Physikbuch geschaut haben, sei gesagt, dass Dezibel das Maß für die Stärke eines Schalls ist. Es ist kein Geheimnis, dass das menschliche Ohr den Pegel von rund 100 Dezibel sowohl neben einem Presslufthammer als auch in der Diskothek genießen kann.

Dynamische Fähigkeiten und Effizienz


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Zwei Motoren, ein 1,0- und ein 1,2-Liter-Benziner mit 49 kW/67 PS beziehungsweise 62 kW/84 PS, stehen zur Wahl. Der 1,0-Liter-Motor liefert aus seinen drei Zylindern 96 Newtonmeter Drehmoment, verbraucht im EU-Messzyklus 4,2 Liter pro 100 Kilometer, beschleunigt in 14,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h und macht den Picanto 161 km/h schnell. Ertüchtigungen des Zylinderkopfs, am Kühlsystem mit Verkürzung des Kühlkreislaufs und damit einer günstigeren, kürzeren Aufwärmphase des Motors sowie Verbesserungen der Ölpumpenfunktionen erhöhen die dynamischen Fähigkeiten und die Effizienz. Die CO2-Emissionen sinken von 102 auf jetzt 97 Gramm je Kilometer und in gleichem Verhältnis sinkt auch der Verbrauch.

 Der 1,2-Liter-Motor besitzt vier Zylinder, liefert 122 Newtonmeter, beschleunigt in 12,0 Sekunden auf Tempo 100 km/h und erreicht maximal 173 km/h. Auf dem Prüfstand verbraucht er 4,5 statt bisher 4,6 Liter pro 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen sinken von 106 auf jetzt 104 Gramm je Kilometer. Hierzu führten Überarbeitungen an den Ein- und Auslassventilen der innermotorischen Reibungen sowie des Kühlsystems. Alle genannten Verbrauchswerte der Motoren gelten für die Kombination mit einer Fünfgangschaltung sowie EcoDynamic. So nennt Kia die Start-Stopp-Funktion, die es je nach Ausstattungsstufe für beide Motorisierungen gibt.

Die Effizienzklassenzuordnung reicht von B für den 1,0-Liter-Motor mit Start-Stopp bis C für die übrigen Ausführungen. Eine Vierstufenautomatik gibt es für die Vierzylindermotorisierung. Sie steht mit einem Verbrauch von 5,4 Litern pro 100 Kilometer in der Liste und erhält die Effizienzklasse E.

Vortrieb in der Hinterhand

Im Test zeigten beide Motorisierungen ihren Charakter. Wer ganz gemütlich seine Ziele ansteuert, findet im 1,0-Liter-Dreizylinder ein geeignetes Motörchen. Wer es auch mal etwas schneller angehen möchte oder beim Überholen etwas mehr Vortrieb in der Hinterhand liebt, wird sich mit dem Vierzylinder anfreunden. Interessenten, die mit niedrigen Anschaffungskosten liebäugeln, können ihre Kaufabsichten bei 9.990 Euro für den Picanto 1.0 Attract mit drei Zylindern realisieren. Den Vierzylinder gibt es ab 11.890 Euro und die Automatikvariante ab 15.090 Euro. Ende des Jahres folgt noch ein moderner Dreizylinder Turbobenziner 1.0 T-GDI mit 74 kW/100 PS.

Bewegung mitmachen

Die Kia-Fahrwerker standen bei der jetzt dritten Generation vor der Aufgabe, ein bewährtes Fahrverhalten des Picanto dem sich ändernden Zeitgeist anzupassen, also Sicherheit, Fahrkomfort, Fahrstabilität und Agilität in den Mittelpunkt ihres Tuns zu rücken. Testergebnis: Auftrag erfüllt.  Der Picanto gehört zu den Kleinwagen. Das Streben nach niedrigen Kosten und Raumökonomie führte zwangsläufig zu der so genannten MacPherson-Vorderachse und zu einer Verbundlenkerhinterachse.

Zur Erhöhung der Fahrstabilität, die auch Ausdruck von Fahrspaß bedeutet, wurden unter anderem steifere Stabilisatoren verwendet. Solche „Stabis“ sorgen dafür, dass beim Anheben oder Absenken eines Rades das andere Rad der Achse diese Bewegung in derselben Richtung mitmacht. Das verhindert übermäßiges Wanken. Auch haben die Techniker das Eintauchen der Front beim Bremsen, Nicken genannt, reduziert. Die jetzt etwas direktere Lenkung erleichtert das Manövrieren in der Stadt und beim Parken.

Wie auf Schienen

Als überzeugendes Argument eines Autobauers gilt der Hinweis auf Alleinstellungsmerkmale. Beispiel: Für alle Ausführungen des Picanto gibt es den autonomen Notbremsassistenten, der im Gegensatz zum City-Notbremsassistenten auch bei höheren Geschwindigkeiten arbeitet. Er erkennt mit seiner Radartechnik andere Fahrzeuge, kann den Fahrer warnen und bei dessen ausbleibender Reaktion selbstständig eine Notbremsung auslösen.

Moderne Sicherheitstechnik repräsentiert auch eine Gegenlenkunterstützung, die in kritischen Situationen dem Fahrer das richtige Gegenlenken erleichtert und das Lenken in die falsche Richtung deutlich erschwert. Ein weiteres wichtiges System trägt den Namen „Torque Vectoring by Braking“, übersetzt: Drehmomentverteilung durch Bremsen. Es verstärkt relativ den Vortrieb des kurvenäußeren Rades durch dosiertes Abbremsen des kurveninneren Rades, dreht förmlich den Picanto in die Kurve und führt ihn ähnlich wie auf Schienen sicher in die vom Lenkrad vorgegebene Richtung.

 

Daten zum Kia Picanto 1.2 DREAM-TEAM

Vierzylinder-Reihenmotor, Hubraum 1.248 ccm, Leistung 62 kW/84 PS bei 6.000 U/min, Drehmoment 122 Nm bei 4.000 U/min, Frontantrieb, Fünfgangschaltung; Gepäckraum 255 bis 1.010 l; Leergewicht 939 kg, Zuladung 461 kg; Länge 3,60 m, Breite 1,88 m mit Außenspiegeln, Höhe 1,49 m; Reifen 175/65R14; Beschleunigung von 0 auf 100 in 12,0 s, Höchsttempo 173 km/h; Verbrauch im EU-Messzyklus 4,5 l auf 100 km; CO2-Emission 104 g/km, Emissionsklasse Euro6, Effizienzklasse C. Preis 12.690 Euro

 

  (2. April 2017)

Photos: KIA

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