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„Efficiency Run 2015“


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Praxisversuch „Efficiency Run 2015“ mit erstaunlichen Ergebnissen

Berlin - Wie lassen sich der Kraftstoffverbrauch und damit die verbundenen CO2-Emissionen im Lkw-Fernverkehr maßgeblich reduzieren, um so die von der Politik geforderten Ziele einer Einsparung von 30% in den nächsten 15 Jahren zu erreichen? Dies war Ausgangspunkt des Praxisversuchs „Efficiency Run 2015“, dessen Ergebnisse jetzt in Berlin präsentiert wurden.

Unter Beteiligung von Daimler Trucks, den Speditionen DB Schenker, Große-Vehne und Elflein waren drei von Daimler Trucks ausgestattete und umgerüstete Lkw eine Woche lang unterwegs und absolvierten mehrere tausend Kilometer Wegstrecke. Die unabhängige Prüforganisation DEKRA begleitete das Ganze im Detail. Sie definierte die Versuchsbedingungen, nahm die Messungen vor und wertete die Ergebnisse aus. Das Resultat des „Efficiency Run 2015“ ergab eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Lkw-Fernverkehr um einen zweistelligen Prozentsatz.

 

 

Dr. Wolfgang Bernhard, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks & Buses, kommentierte das erstaunliche Ergebnis so: „Damit ist bewiesen: Wenn wir den Verbrauch und die CO2-Emissionen deutlich weiter senken wollen, dürfen wir nicht nur beim Motor ansetzen. Dann müssen wir die Kräfte bündeln und auch Reifen, Auflieger und andere wichtige Komponenten einbeziehen. Nur so gelingt uns das auf bezahlbare Art und Weise“.

Im Praxistest waren die drei Mercedes-Benz Actros Standard-Sattelzüge mit speziell entwickelten Reifen ausgestattet, verfügten über Krone Eco Trailer und hatten das Assistenzsystem PPC (Predictive Powertrain Control), den vorausschauenden Tempomaten, an Bord. Das Ergebnis zeigte, dass die größte Rolle in der Verbrauchsreduktion die Reifen spielten. Die optimierten Mercedes-Benz Actros Standard-Sattelzüge verbrauchten jeweils rund 12 bis 14 Prozent weniger Kraftstoff als ein Standard-Sattelzug der Spedition auf Basis des Fuhrpark-Bestands 2014. Der eingesetzte Lang-Lkw erzielte sogar einen Verbrauchsvorteil von rund 17 Prozent gegenüber dem eingesetzten Standard-Sattelzug im volumenbasierten Transport, da man hier die Ladung von 3 Lkw auf zwei bringt. So lautete denn auch der Appell an die Politik, den Lang-Lkw in allen Bundesländern zuzulassen, da dadurch auch weniger Lkw auf der Straße seien.

In seinen weiteren Ausführungen erklärte Vorstand Dr. Bernhard explizit, was das Unternehmen unter einem integrierten Ansatz versteht, der zum Ziel hat, den CO2-Verbrauch im Gesamtsystem Lkw-Transport zu optimieren. Angefangen von der Zugmaschine, über die Auflieger (z.B. Maße und Gewichte, Luftwiderstand, Leichtbau), die Reifen (z.B. Rollwiderstand, Luftdruck, Einzelbereifung) und dem Kraftstoff (z.B. Biokraftstoff, Erdgas), spielen auch der Fahrbetrieb (z.B. Fahrertraining, Ladungsbündelung), die Infrastruktur oder das Thema Flottenerneuerung als Stellhebel eine wichtige Rolle. All dies ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam von den Nutzfahrzeug-Herstellern, Logistik-und Transportunternehmen und von der Politik realisiert werden kann. Um zukünftig CO2-Emissionen auf wirtschaftliche Weise noch deutlicher senken zu können, müssen Politik und Transportbranche Kräfte bündeln. Mit dem Praxisversuch „Efficiency Run 2015“ gelang es einen Weg aufzuzeigen, CO2 wirtschaftlich weiter zu reduzieren.

(Ute Wachsmuth-Major, 20. Oktoberi 2015)

Photos: Daimler


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