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Le Mans-Sieg beschleunigt die TDI Entwicklung


Photo: Audi

  • 95 Sensoren sammelten im Audi R10 TDI Messwerte

  • Transfer zwischen Motorsport- und Serientechnologie Showrunden des Audi R10 TDI im Werk Neckarsulm

Ingolstadt - Mit Showrunden im Werk Neckarsulm feierte Audi am Mittwoch den historischen ersten Triumph eines Dieselmotors bei den 24 Stunden von Le Mans. Am Steuer des siegreichen Audi R10 TDI saß Marco Werner, der den französischen Langstreckenklassiker am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Frank Biela und Emanuele Pirro gewonnen hatte.

Mehrere tausend Audi Mitarbeiter jubelten Marco Werner während seiner Fahrt über das Werksgelände zu. Einige von ihnen waren direkt oder indirekt am Erfolg des Audi R10 TDI in Le Mans beteiligt. Der über 650 PS starke V12 TDI Motor entstand bei Audi Sport in der Abteilung Sport- und Sondermotoren, die ihren Sitz im Werk Neckarsulm hat.

"Die direkte Anbindung von Audi Sport an die Technische Entwicklung (TE) der AUDI AG ist mit entscheidend dafür, dass wir im Motorsport so erfolgreich sind", erklärt Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Wir können auf das Know-how und die Prüfstände unserer Kollegen aus der Serienentwicklung komplett zurückgreifen. Das hat es uns ermöglicht, den Vorsprung der Serientechnologie von Audi in den ersten Audi TDI Rennmotor bei den 24 Stunden von Le Mans, dem schwierigsten Autorennen der Welt, erfolgreich umzusetzen - und das in kürzester Zeit."

Auch umgekehrt funktioniert bei Audi der Transfer zwischen Motorsport- und Serientechnologie. Das Kurbelgehäuse des Le Mans-Motors ist aus Aluminium gefertigt - eine Bauweise, wie sie bei Audi künftig auch in der Serie zum Einsatz kommen könnte. Der Einspritzdruck des Rennmotors liegt weit über jenen 1.600 bar, die bisher bei Serienmotoren erreicht werden. Auch die Zünddrücke erreichen Werte, wie sie noch bei keinem Audi Motor realisiert wurden.

"Dieser Motor wird eine Basis dafür sein, dass die nächsten Generationen von Audi TDI-Motoren alles noch einen Tick besser können, als sie dieses heute schon tun", ist Dr. Wolfgang Ullrich überzeugt. "Für Audi ist Motorsport mehr als ein Marketing-Instrument. Der Technologietransfer zwischen Motorsport und Serie ist uns sehr wichtig. Das Le Mans-Rennen vom Wochenende ist der aktuelle Beweis dafür."

Mit dem R10 TDI demonstriert Audi zudem eindrucksvoll, wie sparsam ein leistungsstarker Motor sein kann. Lediglich 40,34 Liter verbrauchte der Siegerwagen in Le Mans im Schnitt auf 100 Kilometer - für einen über 650 PS starken Rennmotor ein extrem niedriger Wert, zumal der Vollgasanteil einer Le Mans-Runde bei 75 Prozent liegt. Zum Vergleich: Der Audi R8 mit seinem ebenfalls sehr sparsamen TFSI Motor verbrauchte bei seinem Sieg 2002 unter vergleichbaren Bedingungen fast fünf Liter pro 100 Kilometer mehr.

"Im Hinblick auf Verbrauch, Umweltfreundlichkeit, Brennverfahren und andere neue Technologien erwarten wir uns über die Jahre einen gewaltigen Schub", sagt Ulrich Baretzky, Leiter Motorentechnik bei Audi Sport. "Wir gehen davon aus, dass wir später Dinge, die wir spezifisch für den Rennsport entwickelt haben, an die Serie weitergeben können."

Um möglichst viel Know-how zu sammeln, waren die Audi R10 TDI in Le Mans mit insgesamt 95 Sensoren ausgerüstet, die per Funk permanent Fahrwerks- und Motordaten an die Box lieferten. Bei jeder Vorbeifahrt bei Start und Ziel wurden mittels WLAN über ein so genanntes "Burst-System" zudem Feindaten der jeweils vorangegangenen Runde übertragen.

Die Fülle von Daten wird den Technikern von Audi Sport helfen, den Le Mans-Motor weiterzuentwickeln und den Kollegen von der Serienentwicklung Erkenntnisse liefern, von denen am Ende die Audi Kunden profitieren werden.

(21. Juni 2006)


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