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06. März 2007

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Der „EDAG LUV“ - ein modulares Fahrzeugkonzept feiert Premiere auf dem Genfer Automobilsalon 2007

Genf - Am 06. März 2007 präsentierte die EDAG Engineering + Design AG das neue Concept Car, den „EDAG LUV““. Der auf Basis eines SUV der Oberklasse konzipierte „LUV“ zeigt sich vom Bug bis zum Heck im maritimen Look: Geöltes Teakholz auf der Motorhaube, als Bodenbelag im Innenraum und auf der eleganten Ladefläche vermitteln maritimes Flair.

Auch sonst präsentiert sich der „EDAG LUV“ als echter Hingucker: Hinter den zwei Sitzreihen, die 5 Passagieren ausreichend Raum bieten, schließt sich eine mit Teakholz ausgestattete Ladefläche an, die sich - passend zum maritimen Look des Concept Cars - als Achterdeck präsentiert.

 

Das Modulkonzept des „EDAG LUV“ – ein wirtschaftlicher Weg zu Fahrzeugderivaten

Hinter dem maritimen Design des „EDAG LUV“ steckt ein modulares Konzept, das es ermöglicht, Fahrzeuge mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand in Derivate oder Nischenfahrzeuge zu überführen. Bei der Auslegung des Rohbaukonzepts hatten sich die EDAG Ingenieure um Projektleiter Andreas Funk zum Ziel gesetzt, eine maximale Anzahl von Carry-Over-Teilen zu verwenden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 90 Prozent der Teile, die notwendig waren, um die Metamorphose eines Oberklasse-SUV´s zum „EDAG LUV“ zu bewerkstelligen, stammen aus dem Teileregal des Basisfahrzeugs. So wurde die Verlängerung der Bodengruppe um 512mm mit Originalteilen realisiert. Auch die Radkästen wurden unverändert übernommen; ebenso die Teile für den Heckabschluss, bei dem das serienmäßige Power-Lift-System der Limousine integriert wurde.

„Neben der maximalen Verwendung von Gleichteilen haben wir bei der Entwicklung des „EDAG LUV“ besonderen Wert darauf gelegt, auch das vorhandene Produktionskonzept des Basisfahrzeugs zu berücksichtigen“, erläutert Andreas Funk. „So ist die selbsttragende Karosserie komplett mit Standardzangen schweißbar. Selbstverständlich haben wir zudem das gesamte Karosseriekonzept hinsichtlich Crashverhalten und Steifigkeit über Simulationsmodelle entwicklungsbegleitend abgesichert, um ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.“

Die Vorteile des EDAG-Modulkonzepts liegen auf der Hand. Durch die Verwendung von Gleichteilen und der Berücksichtung des Produktionskonzepts kann ein optisch völlig neuartiges Fahrzeugkonzept unter wirtschaftlich attraktiven Rahmenbedingungen realisiert werden. „Nischenfahrzeuge, die verstärkt vom Endverbraucher verlangt werden, werden so für die Hersteller zum „Business Case“, unterstreicht auch EDAG Design-Leiter Johannes Barckmann das Konzept.

Der „EDAG LUV“ – ein neues Fahrzeugsegment

Der Name des Concept Cars „LUV“ ist nicht nur ein Begriff aus der Seemannssprache, sondern definiert auch ein neues Fahrzeugsegment – das Luxury Utility Vehicle. „Mit der maritimen Welt als Leitmotiv für die Gestaltung des „EDAG LUV“ haben wir bewusst ein Nischenthema gewählt.

Wir wollen beispielhaft demonstrieren, dass es möglich ist, einem Fahrzeug nicht nur einen neuen Look zu verleihen, sondern darüber hinaus eine eigenständige Fahrzeuggattung zu kreieren. Und das mit möglichst geringem technischen Aufwand“, erläutert Johannes Barckmann die Intention des Designentwurfs.

So wurde die Ladefläche des „EDAG LUV“´s durch die harmonische Linienführung des Karosseriedesigns elegant an die Fahrgastzelle angeschlossen. Der Nutzfahrzeugcharakter, den Pick-up Modelle oftmals ausstrahlen, ist beim „EDAG LUV“ nicht mehr wahrnehmbar. Vielmehr strahlt der „EDAG LUV“ Eleganz und Eigenständigkeit aus und ist keinem heute existenten Fahrzeugsegment zuzuordnen.

Dabei ist das geschaffene Luxus-Image nur ein Beispiel für die Idee eines wandlungsfähigen Fahrzeugkonzepts. Apropos wandlungsfähig: Durch das Lösen eines in der Karosserie integrierten Haltemechanismusses des „EDAG LUV“ ist es möglich, das Pick-Up-Modul gegen ein Kombi- oder ein Coupémodul auszutauschen. Ein geschickter Schachzug der EDAG-Entwickler, um weitere Derivatvarianten flexibel und kostengünstig realisieren zu können.

Innovation im Innenraum - Der PC hält Einzug im Fahrzeug

Der „„EDAG LUV““ wartet auch im Innenraum mit innovativen Lösungen auf. Das EDAG-Entwicklungsteam hat in den Kopfstützen zwei UMPC´s (UltraMobile PC´s) integriert und bringt so die PC-Welt in das Fahrzeug. Die vollwertigen PC´s können vom Benutzer über einen speziell entwickelten Mechanismus problemlos in die Kopfstützen eingeklinkt werden. Damit stehen den Fondpassagieren auch im Fahrzeug nicht nur Office-Anwendungen wie Power Point, Excel und Word zur Verfügung, über WLAN oder UMTS haben sie zudem Zugang zum Internet und können während der Fahrt ihre Emails abrufen und bearbeiten. Integrierte Webcams ermöglichen zusätzlich Netmeetings während der Fahrt.

Darüber hinaus kann der Benutzer nun auch im Auto auf seine vorhandene Musik- oder DVD-Sammlung problemlos zugreifen. Der Clou: Die UMPC´s sind an das vorhandene Audio-System des Fahrzeugs angeschlossen und machen so auf dem Rechner abgelegte MP3´s oder Videos jetzt auch im Fahrzeug nutzbar. Elegant ist auch die Integration der Computertastaturen im Innenraum des „„EDAG LUV“´s gelungen: Moderne Folientastaturen sind formschlüssig in die Klapptische, die den Fondpassagieren zur Verfügung stehen, eingelassen. Mit einer Hintergrundbeleuchtung versehen, wird das Arbeiten während der Nachtfahrt ermöglicht und stellt zudem ein futuristisches Designobjekt im Interieur dar.

„Die Integration von sogenannten Consumer Devices in die Fahrzeugarchitektur ist für die Hersteller ein höchst interessantes Thema. Für den Endkunden kann ein echter Zusatznutzen geschaffen werden, indem die Funktionalität der PC-Welt nun auch im Fahrzeug nutzbar wird“, erläutert Dr. Robert Hentschel, Leiter EDAG Elektrik/Elektronik. „Als Komplettentwickler von Fahrzeugen und Integrator im Bereich Elektrik/Elektronik haben wir den Anspruch, hierfür Lösungen zu entwickeln, die stylistisch, geometrisch und funktional hochwertig und praktikabel sind.“

Auf der kommenden IAA in Frankfurt soll der „„EDAG LUV““ bereits in der zweiten Integrationsstufe, d. h. mit Zugriffsmöglichkeit auf die UMPC´s über Bedienelemente des Fahrzeugs präsentiert werden.

Innovative Entwicklungskompetenz by EDAG

Mit dem „EDAG LUV“ präsentiert EDAG in Genf einen Kompetenzträger, der die Fähigkeit des weltweit größten unabhängigen Entwicklungspartners unterstreicht, innovative und fertigungsoptimierte Fahrzeugkonzepte wirtschaftlich zu entwickeln. Das Projekt wurde von der Konzeptfindung, dem Designprozess über die Entwicklung bis zum fahrfertigen Prototypen in nur drei Monaten realisiert und ist für eine Umsetzung in eine Premium Edition bereit.

Einer der Partner dieses Projektes ist BRABUS. Der Bottroper Tuner steuerte zum „EDAG LUV“ nicht nur den 462 PS / 340 kW starken BRABUS 6.1 Hubraummotor bei, der das Allradauto in etwas mehr als sechs Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt und rund 250 km/h schnell macht.

Die 10Jx22 Monoblock S Räder mit 295/35 ZR 22 YOKOHAMA Pneus stammen genauso aus dem BRABUS Programm wie das Tieferlegungsmodul für die Luftfederung und die Hochleistungsbremsanlage. Mit 12-Kolben Aluminium-Festsätteln und innenbelüfteten und gelochten 380 x 36 Millimeter Scheiben vorne und 6-Kolben-Festsätteln und 355 x 28 mm Bremsscheiben an der Hinterachse werden Verzögerungsleistungen erzielt, die normalerweise reinrassigen Sportwagen vorbehalten sind.

Eine weitere BRABUS Spezialität sind exklusive Volllederausstattungen und attraktive Interieur-Accessoires. Für den EDAG LUV wurde in der BRABUS Sattlerei eine Kombination aus feinstem weißem Leder und schwarzen Nähten und Kedern angefertigt, die durch ihre hervorragende Verarbeitung bis in den letzten Winkel besticht.

(7. März 2007)


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