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12. Januar 2007

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Der Deal des Peter Hartz: Keine Huren vor Gericht

Hamburg - Der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz (65) hat mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig einen Deal ausgehandelt, der ihn davor bewahren soll, dass in seinem Gerichtsprozess Prostituierte als Zeugen auftreten, berichtet die ZEIT.

Vom 17. Januar an muss sich Hartz als Angeklagter vor dem Landgericht Braunschweig wegen des Verdachts auf Untreue und Begünstigung eines Mitglieds des Betriebsrates verantworten. Weder Zeugen noch Sachverständige sind dazu geladen. "Wir lassen keine Prostituierten aufmarschieren", sagt die Braunschweiger Oberstaatsanwältin Hildegard Wolff der ZEIT, "und im Gegenzug führt Hartz sein Geständnis über die Sonderbonuszahlungen genau aus." Der frühere Chef des VW-Betriebsrates, Klaus Volkert, soll auf Anweisung von Hartz fast zwei Millionen Euro Sonderboni erhalten haben, angeblich ohne sachlichen Grund. Für Bordellbesuche sind nach Erkenntnissen der Ermittler nur wenige tausend Euro aus der Firmenkasse gezahlt worden. "Ein paar tausend Euro tausche ich gegen zwei Millionen", so die Oberstaatsanwältin.

 

Die Ankläger sind sich sicher, dass Hartz sich in seinem Prozess an die Abmachung halten werde, weil er so große Angst vor dem Thema Bordellbesuche habe. Schon während seiner Vernehmung im vergangenen Oktober brachte er kein Wort über Huren heraus, weil ihm das alles so peinlich war. Sollte Hartz sich im Prozess nicht an die Vereinbarung mit den Staatsanwälten halten, "wird es wohl auf eine richtige Hauptverhandlung hinauslaufen, mit richtig vielen Zeugen", so Oberstaatsanwältin Wolff.

(10. Januar 2007


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