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16. Januar 2008

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In Detroit stellt Mazda die Konzeptstudie Furai als Verkörperung des Zoom-Zoom vor

  • Weiterentwicklung der Nagare Designsprache

  • Ausgeklügelte Aerodynamik und umweltverträglicher Antrieb

  • Studie schlägt Brücke zwischen Rennboliden und Serienautos

Detroit - Mit dem neuen Konzeptfahrzeug Furai, das auf der North American International Auto Show 2008 in Detroit erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird, feiert Mazda den 40. Geburtstag des Kreiskolbenmotors. Als bislang sportlichste Interpretation der hochgelobten Nagare Designsprache schreibt der Furai die erfolgreiche Motorsport-Tradition von Mazda auf beeindruckende Weise fort.

 

Ein Fahrzeug wie der Furai (Japanisch für „Der Klang des Windes“) konnte nur von einem Unternehmen wie Mazda entwickelt werden, das allen seinen Produkten immer auch eine sportliche Seele einhaucht. Durch die Verwendung eines neuen 100-prozentigen Zellulose-Ethanol-Kraftstoffs, der gemeinsam mit BP entwickelt wurde, ist der Furai ebenso dynamisch wie umweltverträglich und steht damit für Zoom-Zoom in Perfektion. Die Zusammenarbeit mit BP umfasst die Forschung nach regenerativen Treibstoffen und Treibstoffgemischen wie E85 oder E10.

Das Markenleitbild, das alle neuen Mazda Modelle kennzeichnet, besteht aber aus mehr als Fahrdynamik und Performance; Zoom-Zoom hat auch viel mit Design zu tun. Am besten lässt sich dies an den jüngsten Konzeptfahrzeugen erkennen, mit denen Mazda die Designsprache „Nagare“ (Japanisch für „Fluss“) eingeführt und weiterentwickelt hat: Dem 2006 in Los Angeles präsentierten Mazda Nagare, dem im vergangenen Jahr in Detroit enthüllten Mazda Ryuga, dem auf dem Genfer Salon 2007 vorgestellten Mazda Hakaze und dem Star der Tokio Motor Show 2007, dem Mazda Taiki. Mit der Formensprache beschreibt Mazda, wie Modelle der Zukunft den Geist des Zoom-Zoom und ihren Drang zur Bewegung verkörpern. Die Konzeptfahrzeuge sind keine reinen Fingerübungen der Designer; statt dessen zeigen sie neue Wege auf, wie sich Form und Funktion vereinen lassen.

Franz von Holzhausen, Design-Direktor von Mazda Nordamerika, verdeutlicht das Konzept hinter der Studie: „Wir suchten nach einer Möglichkeit, eine Brücke zwischen dem Motorsport und den Serienfahrzeugen von Mazda zu schlagen. Bisher klaffte eine deutliche Lücke zwischen den ausschließlich für die Rennstrecke zugelassenen Fahrzeugen und den verkehrstauglichen sogenannten ‚Supercars’, die jedoch den wirklichen Rennautos lediglich nacheifern können.“

Der Furai soll diese Lücke schließen. Mazda nutzte die Gelegenheit, bei der Gestaltung des Furai völlig frei von den Restriktionen eines Serienfahrzeugs zu sein, um das Nagare Designthema in Richtung Realität weiterzuentwickeln. Die Basis für den Furai lieferte ein Courage C65 Chassis, das sich seine Lorbeeren bei LMP-2 Langstreckenrennen in der American Le Mans Serie (ALMS) verdient hat. In den Serien 2005 und 2006 erreichte das von Mazdaspeed Motorsports entwickelte Fahrzeug in 15 Rennen einen Sieg und neun Podiumsplatzierungen und beendete die Saison jeweils auf dem dritten Platz.

Der Furai markiert einen Wendepunkt im Nagare Entwicklungsprozess. Die vier Vorgänger erforschten verschiedene Möglichkeiten, die entstehende Mazda Design-Philosophie auszudrücken und eine Ästhetik zu entwickeln; beim Furai hingegen dreht sich alles um Funktion. Jede Struktur und jedes Detail erfüllt einen praktischen Zweck. Vor allem im Hinblick auf Aerodynamik: Der gesamte kreative Prozess lief darauf hinaus, die Luft auf besonders sinnvolle Weise über und durch den Karosseriekörper zu leiten. Dies macht den Furai zu einem 290 km/h schnellen Aerodynamik-Labor.

„Die Grundproportionen eines zeitgenössischen Rennwagens sind der Traum eines jeden Designers“, schwärmt von Holzhausen. „Der Furai ist kaum einen Meter hoch, aber fast zwei Meter breit.“ Diese Maße verleihen dem Fahrzeug eine starke Präsenz auf der Straße. Die wahre Schönheit des Projekts hingegen strömt aus den Details, die von Holzhausen und sein Team eingearbeitet haben:

Für die Verfeinerung der aerodynamischen Charakteristik haben die Mazda Designer und Ingenieure eng mit dem Motorsport-Spezialisten Swift Engineering zusammengearbeitet. Luftwiderstand, Anpressdruck, Auftrieb und Ästhetik: Vieles wurde am Computer in aufwendigen Software-Prozessen entwickelt und getestet. Der Furai, soviel ist sicher, klebt auch bei hohen Geschwindigkeiten auf dem Asphalt.

Direkt von der Rennstrecke kommt das Kohlefaser-Chassis des Courage unter dem neuen Blechkleid des Furai. Im Gegensatz zum sachlich-kühlen Interieur eines puristischen Rennwagens fällt das Cockpit des Konzeptfahrzeugs komfortabler und dennoch höchst funktional aus. In das Lenkrad integriert wurden ein elektronisches Display und Schaltwippen. Die Fahrgastzelle ist breiter als das Original, um zwei Passagieren genügend Kopf- und Schulterfreiheit sowie eine gute Rundumsicht zu gewähren. Die Schmetterlingstüren erlauben einen besonders bequemen Einstieg.

„Die für die Verbrennung notwendige Luft wird durch ein Bauteil zum Motor geleitet, das Swift Engineering vor zehn Jahren für Fahrzeuge der Indy Car Serie entwickelt hat“, erzählt von Holzhausen. „Es erhebt sich leicht über die Dachoberfläche, um saubere Luft anzusaugen. Die Lösung funktioniert technisch wie optisch so gut, dass wir dafür zusammen mit Swift ein Patent angemeldet haben.“ Die neuen Karosserie-Panels aus Verbundwerkstoff stammen von der kalifornischen Aria Group. Der dunkle Anstrich mit roten und orangefarbenen Akzenten geht auf den legendären Mazda 787B-Wankel-Rennwagen zurück, der im Jahr 1991 die 24 Stunden von Le Mans gewann – bis heute der einzige japanische Sieg beim Langstrecken-Klassiker.

Photos: Mazda

(14.1.2008)


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