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Auto News: 14. März 2001


 


DaimlerChrysler richtet Werk Gaggenau neu aus

  • Gaggenau mit seinem Werksteil Rastatt wird Kompetenzzentrum für mechanische und automatisierte mechanische Schaltgetriebe
  • Wirtschaftliche Basis des Unimog wird durch Verlagerung in das Lkw-Werk Wörth weiter verbessert
  • Arbeitsplätze in der Region Gaggenau/Rastatt werden durch Spezialisierung langfristig gesichert

Stuttgart/Gaggenau - Die DaimlerChrysler AG baut das Werk Gaggenau mit Werksteil Rastatt innerhalb des Konzerns sukzessive zum Kompetenzzentrum für mechanische und automatisierte mechanische Schaltgetriebe aus. Das Werk, in dem heute schon rund 90 % der Mitarbeiter mit der Fertigung von Aggregaten und Komponenten beschäftigt sind, erhält durch die Spezialisierung auf die Fertigung von Aggregaten und Komponenten zusätzliche Wachstumschancen zur langfristigen Sicherung des Standortes. Für diese Neuausrichtung werden bis zum Jahre 2007 Investitionen in Höhe von 250 Mio Euro getätigt.

Im Rahmen der weltweiten Neuorganisation der Getriebe-Produktion wird Gaggenau mit Werksteil Rastatt künftig unter anderem weltweit den DaimlerChrysler-Konzern mit Getrieben für leichte und schwere Nutzfahrzeuge beliefern. Mittelfristig wird das Gaggenauer Produktprogramm auch mit Pkw-Schaltgetrieben für Nutzfahrzeug-Anwendungen weiter ausgebaut. Gebäude- und Flächenkapazitäten dafür entstehen unter anderem durch die Verlagerung des Unimog-Geschäftes in das Lkw-Werk Wörth.

Räumliche Integration des Unimog in den Lkw-Bereich steigert Wettbewerbsfähigkeit

Anfang 1999 ist das Unimog-Geschäft in den Geschäftsbereich Mercedes-Benz Lkw integriert worden, und mit den gewonnenen Synergien ist die wirtschaftliche Basis für den Unimog-Bereich verbessert worden. Eine weitere Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit erwartet das Unternehmen jetzt durch die räumliche Integration des Unimog in das Werk Wörth. Daraus ergeben sich zusätzliche Chancen für Synergien durch Nutzung vorhandener Flächen, räumlicher Fertigungseinrichtungen wie z. B. Lackieranlagen.

Die rund 700 Mitarbeiter werden nach dem bisher praktizierten "Geschäftsmodell Unimog" mit optimierten Strukturen das Unimog-Geschäft erfolgreich fortsetzen. Unternehmensleitung und Betriebsrat haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass möglichst alle Mitarbeiter aus dem Unimog-Bereich mit nach Wörth gehen. Die Verlagerung der Unimog-Produktion, deren tangierende Bereiche und der Entwicklung soll Mitte 2002 erfolgen. Die Vertriebs- und kaufmännischen Funktionen folgen Anfang 2003.

Spezialisierung der Werke sichert Zukunft

Die konsequente Spezialisierung, die Bündelung gleichartiger Fertigungsprozesse und die damit verbundenen Skaleneffekte sind einige der Garanten für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen DaimlerChrysler–Standorte. So hat sich der Standort Gaggenau von der Manufaktur der kompletten Fahrzeugbandbreite zu Beginn der automobilen Industrialisierung über die spätere Ausrichtung auf Nutzfahrzeuge und – nach dem zweiten Weltkrieg auf den Unimog und schwere Lkw – kontinuierlich zum Spezialisten für Aggregate und Komponenten entwickelt. Heute beschäftigt das Werk Gaggenau mit seinem Werksteil Rastatt 6800 Mitarbeiter.

Das Werk Wörth der DaimlerChrysler AG ist Mitte der 60er Jahre konsequent für die Komplettmontage von Fahrzeugen errichtet worden und hat sich zu einem der modernsten und effizientesten Lkw-Werke Europas entwickelt. Die derzeit 8600 Mitarbeiter haben im Jahr 2000 rund 87.000 Mercedes-Benz-Lkw der Baureihen Atego und Actros hergestellt. Die Verlagerung des Unimog-Geschäftes an diesen Standort erlaubt es, die Standortsynergien künftig auch für die kleineren Serien des Unimog zu nutzen. Damit wird die wirtschaftliche Basis für den Unimog-Bereich nochmals verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit zum Beispiel auch der im Jahr 2000 vorgestellten, völlig neuen Unimog-Baureihen nachhaltig gesteigert.

In einer außerordentlichen Betriebsversammlung sind heute die Mitarbeiter des Werkes Gaggenau über die Planungen des Vorstandes informiert worden. Der Entscheidungsprozess soll bis Ende dieses Monats abgeschlossen sein.

(7. März 2001)

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