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Auto News: 14. März 2001


 


Audi Azubis fit fuer die Gruppenarbeit / Europa-Projekt bei Audi abgeschlossen / Gruppenarbeit als Bestandteil der betrieblichen Ausbildung

Ingolstadt - Erfolgreiches EU-Projekt: Das Abschlussforum eines europäischen Gemeinschaftsprojekts zur Integration der Gruppenarbeit in die betriebliche Ausbildung fand heute im Audi Bildungswesen in Ingolstadt statt. Ziel des dreijährigen Projektes war die Erstellung eines Konzeptes, das Jugendliche in der Ausbildung an die Gruppenarbeit heranführt. Das durch die Europäische Union im Rahmen des Leonardo da Vinci Programms geförderte Projekt startete im Dezember 1997.

Neben der AUDI AG, die das Projekt leitete, waren neben der Staatlichen Berufsschule I in Ingolstadt drei internationale Partner beteiligt: das französische berufsbildende Gymnasium Lycée Professionnel P. & M. Curie, der irische Karosseriewerkzeughersteller Läpple Ireland Ltd. und die spanische Unternehmensberatung Interseneter.

"Audi will bereits den Jugendlichen in der Ausbildung die Bedeutung und Notwendigkeit vom Arbeiten im Team nahe bringen", so Dr. h.c. Andreas Schleef, Vorstand Personalwesen der AUDI AG. Da die Berufsausbildung in Deutschland im dualen System organisiert sei, können grundlegende Veränderungen der Lehr- und Lernmethoden nur gemeinsam mit den beruflichen Schulen geleistet werden.

Ergebnis des Projekts war für Audi die Entwicklung von Lernbausteinen und deren Integration in den Ausbildungsablauf über die gesamte Ausbildungszeit hinweg. Dazu gehören beispielsweise Betriebserkundungen zum Thema "Gruppenarbeit" bereits in den ersten Tagen der Berufsausbildung, ein Teamtraining mit out-door Elementen oder die Vermittlung der Bausteine des Audi Produktionssystems (APS).

"Gruppenarbeit bewirkt das sinnvolle, ganzheitlich selbstgesteuerte und eigenverantwortliche Zusammenarbeiten der Beschäftigten", so Wolfgang Förster, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der AUDI AG. Die Gruppenarbeit bestimme ganz wesentlich den Arbeitsablauf und die Arbeitsorganisation bei Audi. Seit 1994 wird die Gruppenarbeit im Unternehmen flächendeckend eingesetzt. "Dieses EU-Projekt ist eine weitere Investition in die Zukunft, nämlich in die Ausbildung junger Menschen und die Sicherung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.", so Förster.

Von diesem Jahr an wird sich die Zahl der Ausbildungsplätze bei Audi erhöhen. Das Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat die "Initiative für mehr Ausbildung" gestartet und reagiert damit auf den Facharbeitermangel auf dem Arbeitsmarkt. Durch das neue Konzept werden sich die Ausbildungszahlen pro Ausbildungsjahrgang jährlich um insgesamt 195 auf 687 Stellen an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm erhöhen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ausbildungsverhältnisse schrittweise von derzeit rund 1.400 auf mehr als 2.000.

(9. März 2001)

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